
Molekulare Tests bei akuter Gastroenteritis
Da sich die Symptome vieler gastrointestinaler Erreger überschneiden, sind präzise und schnelle Diagnosen entscheidend für das Management akuter Gastroenteritis. Eine besondere Rolle spielen dabei molekularer Tests.
Akute Gastroenteritis bleibt weltweit ein relevantes Problem für die öffentliche Gesundheit. Im Jahr 2021 starben weltweit schätzungsweise mehr als eine Million Menschen an Durchfallerkrankungen, die damit zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren zählten.[1]
In der Europäischen Union waren Campylobakteriose und Salmonellose 2023 die am häufigsten gemeldeten lebensmittelbedingten gastrointestinalen Infektionen, gefolgt von Shiga-Toxin produzierenden Escherichia coli (STEC) und Yersinia enterocolitica.[2] Shiga-Toxine können ein hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) auslösen, das durch Hämolyse, Thrombozytopenie und akutes Nierenversagen gekennzeichnet ist. Da eine Antibiotikabehandlung nicht empfohlen wird, sind die Therapieoptionen begrenzt.[3] Die frühzeitige Identifizierung dieser Toxine ist daher entscheidend, um eine geeignete Versorgung zu unterstützen und positive Proben zur Isolierung von Stämmen und Bestätigung an Gesundheitslabore weiterzuleiten.
Gezielte gastrointestinale Diagnostik
Neben den klar etablierten Erregern werden bei Gastroenteritis Bakterien nachgewiesen, deren klinische Bedeutung weniger eindeutig ist. Aeromonas-Arten können gesunde Personen kolonisieren, ohne dass eine starke Evidenz für ihre Pathogenität vorliegt. Auch der Nachweis von Clostridioides difficile weist nicht zuverlässig auf eine aktive Infektion hin. Aktuelle Empfehlungen sehen deshalb eine selektive Testung von Patienten mit klinisch relevanter Diarrhoe und entsprechenden Risikofaktoren vor, unter Verwendung eines mehrstufigen Algorithmus zum Nachweis der Toxinproduktion.[4] Da sich die Symptome vieler gastrointestinaler Erreger überschneiden, sind präzise und schnelle Diagnosen entscheidend für das Management akuter Gastroenteritis. Traditionelle, kulturbasierte Methoden sind jedoch häufig arbeitsaufwändig und benötigen mehrere Tage, bis der verursachende Erreger identifiziert ist.[5] Molekulare PCR-Multiplex-Panels ermöglichen dagegen eine schnellere und sensitivere Erkennung mit Ergebnissen innerhalb weniger Stunden. Dies kann frühere Therapieentscheidungen unterstützen, eine angemessene Behandlung beschleunigen, Komplikationen reduzieren und Behandlungsergebnisse verbessern.[5] Studien zeigen zudem, dass molekulare Testverfahren trotz höherer Anfangskosten unnötige Zusatzuntersuchungen und Behandlungen reduzieren und damit Gesamtkosten im Gesundheitswesen senken können. Die Kultur bleibt dennoch für Bestätigungstests, Resistenztestung und epidemiologische Überwachung unverzichtbar. [5]
Vereinfachter Workflow
Molekulare Panels ergänzen klassische Kulturmethoden sinnvoll und unterstützen Labore dabei, relevante Erreger schneller und sensitiver nachzuweisen. Hologic hat hierzu die Panther Fusion® GI Bacterial und Expanded Bacterial Assays entwickelt, die – in Kombination mit dem vollautomatisierten Panther® System von Hologic – eine schnelle und zuverlässige Detektion der klinisch relevantesten bakteriellen Erreger direkt aus Stuhlproben ermöglichen.
Der GI Bacterial Assay erfasst häufige Ursachen bakterieller Gastroenteritis, darunter Salmonella, Campylobacter, Shigella und Shiga-Toxin-bildende E. coli. Der Expanded Bacterial Assay erweitert das Spektrum um Yersinia enterocolitica, Vibrio-Arten, E. coli O157 und Plesiomonas shigelloides. Zusammen unterstützen diese Assays hohen Durchsatz und Random-Access-Testung bei minimalem manuellem Aufwand, sodass Labore ihre molekularbiologische Diagnostik ausbauen können, ohne Arbeitsabläufe zu verkomplizieren.
Weitere Informationen zu den gastrointestinalen Tests von Hologic gibt es unter.
Kontakt
Hologic Deutschland GmbH
Kaiserin-Augusta-Allee 112-113
10553 Berlin
[1] Kyu HH, Vongpradith A, Dominguez RMV, et al. Global, regional, and national age-sex-specific burden of diarrhoeal diseases, their risk factors, and aetiologies, 1990–2021, for 204 countries and territories: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2021. Lancet Infect Dis. 2025;25(5):519–536. doi:10.1016/S1473-3099(24)00691-1
[2] The European Union One Health 2023 Zoonoses Report. EFSA Journal. 2024;22(12). doi:10.2903/J.EFSA.2024.9106
[3] Kakoullis L, Papachristodoulou E, Chra P, Panos G. Shiga toxin-induced haemolytic uraemic syndrome and the role of antibiotics: a global overview. J Infect. 2019;79(2):75–94. doi:10.1016/j.jinf.2019.05.018
[4] Polage CR, Gyorke CE, Kennedy MA, et al. Overdiagnosis of Clostridioides difficile infection in the molecular test era. JAMA Intern Med. 2015;175(11):1792–1801. doi:10.1001/jamainternmed.2015.4114
[5]Beal SG, Tremblay EE, Toffel S, Velez L, Rand KH. A gastrointestinal PCR panel improves clinical management and lowers health care costs. J Clin Microbiol. 2018;56(1). doi:10.1128/JCM.01457-17
Dieses Advertorial ist dem LABORWELT-Spezial in |transkript 2/2026 entnommen.

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